BFZ, EFZ oder AFZ — welches Funkerzeugnis brauche ich?
Österreich kennt drei Sprechfunkzeugnisse. Sie bauen aufeinander auf: Wer das größere hat, darf alles, was das kleinere erlaubt.
Die drei Zeugnisse im Überblick
| Zeugnis | Voller Name | Sprache | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| BFZ | Binnen-Sprechfunkzeugnis | Deutsch | VFR-Flüge im Inland: AFIS-Plätze, Tower, unkontrollierter und kontrollierter Luftraum, Notfallkommunikation |
| EFZ | Eingeschränktes Sprechfunkzeugnis | Deutsch + Englisch | VFR international: ICAO-Phraseologie auf Englisch, ATIS, kontrollierte Ab- und Anflüge, NOTAM |
| AFZ | Allgemeines Funkzeugnis | Englisch | IFR: Streckenfreigaben, Radar Vectoring, ILS-Anflüge, SID/STAR-Phraseologie |
Die Kurzfassung
- Du fliegst VFR in Österreich und funkst auf Deutsch → BFZ genügt.
- Du willst VFR ins Ausland oder an Plätzen funken, an denen Englisch verlangt wird → EFZ.
- Du machst die Instrumentenflugberechtigung → AFZ.
Die Inhalte sind kumulativ: Das EFZ enthält den gesamten BFZ-Stoff, das AFZ zusätzlich beides. Wer sich unsicher ist, beginnt sinnvollerweise mit dem BFZ — die Phraseologie-Grundlagen sind für alle drei identisch.
Was in der Prüfung verlangt wird
Der theoretische Teil deckt drei Bereiche ab: Recht, Technik und Sonderbestimmungen des Flugfunkdienstes. Dazu kommt der praktische Teil, in dem du Funksprüche sprichst und zurückliest. Details zum Ablauf stehen unter Ablauf der Funkprüfung.