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Was muss zurückgelesen werden?

Der Readback ist die Sicherung gegen Missverständnisse. Er ist keine Höflichkeit, sondern bei bestimmten Meldungen vorgeschrieben — und in der Prüfung gilt eine strengere Regel als im Alltag.

Warum überhaupt zurücklesen

Auf einer Frequenz wird im Wechselsprechverfahren gesendet: Es kann immer nur einer sprechen, und alle hören mit. Der Lotse hat keine Möglichkeit zu überprüfen, ob eine Anweisung richtig angekommen ist — außer, du liest sie zurück. Erst der Readback schließt die Schleife.

Was zurückgelesen wird

Zurückgelesen werden alle Meldungen, bei denen ein Missverständnis unmittelbar gefährlich wäre:

In der Funkprüfung wird alles zurückgelesen. Im realen Funkbetrieb reicht bei reinen Informationen oft eine kurze Bestätigung. In der Prüfungssituation gilt das nicht: Dort wird erwartet, dass du alles wiederholst, was dir der Prüfer übermittelt. Wer sich angewöhnt, im Zweifel zurückzulesen, verliert in der Prüfung keine Punkte.

Wo steht das Rufzeichen?

Das ist die Regel, die am häufigsten falsch gemacht wird:

Art der MeldungPosition des Rufzeichens
Erstanruf / eigene Meldungam Anfang
Reiner Readback einer Anweisungam Ende

Beispiel für einen Readback:

ATC OE-DVB, Piste zwo-sieben, Wind zwo-null-null Grad eins-null Knoten, Start frei

Pilot Piste zwo-sieben, Start frei, O-VB

Das Rufzeichen steht hinten, die Freigabe wird wörtlich wiederholt, der Wind nicht — er ist eine Information, keine Anweisung.

Was nicht zurückgelesen werden muss

Reine Informationen — Wind, Verkehrsinformationen, Wetterangaben — werden verstanden und befolgt, aber nicht wörtlich wiederholt. Eine Ausnahme ist wieder die Prüfung, siehe oben.

AFIS gibt keine Freigaben. An Plätzen mit Fluginformationsdienst (Rufzeichen „Flugplatzname Radio“, nie „Tower“) bekommst du Informationen, keine Freigaben. Wer dort auf eine „Startfreigabe“ wartet, wartet vergeblich — und wer eine bestätigt, die es nicht gab, macht in der Prüfung einen Fehler.

Im Flugfunk Trainer sprichst du Readbacks selbst ins Mikrofon. Die Auswertung prüft, ob alle vorgeschriebenen Elemente enthalten sind, und zeigt dir den vollständigen korrekten Funkspruch, wenn etwas fehlt.

Häufige Fragen

Welche Meldungen sind im Flugfunk readback-pflichtig?

Zurückgelesen werden Freigaben aller Art, Pistenanweisungen, Höhen und Flugflächen, Kurse, Geschwindigkeitsanweisungen, Frequenzwechsel, Transpondercodes und das QNH. Reine Informationen wie Windangaben oder Verkehrsinformationen müssen nicht wörtlich wiederholt werden.

Wo steht das Rufzeichen beim Readback?

Bei einem reinen Readback steht das Rufzeichen am Ende der Meldung. Bei einem Erstanruf oder einer eigenen Meldung steht es am Anfang.

Muss man in der Funkprüfung alles zurücklesen?

Ja. Im realen Funkbetrieb genügt bei reinen Informationen oft eine kurze Bestätigung, in der Prüfungssituation wird jedoch erwartet, dass alles wiederholt wird, was der Prüfer übermittelt.

Gibt eine AFIS-Stelle Freigaben?

Nein. Eine AFIS-Stelle (Rufzeichen „Flugplatzname Radio“) erteilt ausschließlich Informationen, keine Freigaben. Der Pilot trifft die Entscheidung selbst und trägt die Verantwortung.